Mühle Wettmar

Die Mühle hat ihre neuen Flügel!

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Das Bild zeigt die Mühle nach der Montage der Flügel (28.April 2011).Am 28. April dieses Jahres konnte der wichtigste Teil des dritten und letzten Bauabschnittes erfolgen: das Anbringen des Flügelkreuzes.


 

Viele Geld- und Sachspenden, der größtenteils ehrenamtliche und unentgeltliche Einsatz zahlreicher Helferinnen und Helfer sowie nicht zuletzt der tatkräftige Einsatz der Bauprofis haben sehr gute Fortschritte beim Abtragen, bei der Umsetzung und beim Wiederaufbau der Bockwindmühle ermöglicht.

 

 

An dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön an alle, die in welcher Form auch immer zu diesem Jahrhundert-Projekt des Kirchspiels beigetragen haben!

Das Bild zeigt die Techniker beim Anbringen der Bandeisen an einem der Flügel.
Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger ließen es sich nicht nehmen, den Mühlenbau-Fachleuten der Fa. Blümner aus der Altmark unter der Leitung des Brelinger Müllerei- und Mühlenbautechnikers Rüdiger Hagen bei der Arbeit zuzusehen.

Das Bild zeigt die Techniker, die von einer Arbeitsbühne aus am Kopf der Hauptwelle arbeiten.
Die Flügel wurden mit einem Kran angehoben. Von einer Arbeitsbühne aus sowie aus dem Giebel der Mühle heraus befestigten die Techniker die Flügel am Kopf der Hauptwelle.

Das Bild zeigt Dieter Rosin und Rüdiger Hagen beim Bearbeiten eines Flügels mit der Säge.
Nicht zuletzt aufgrund der vorteilhaften Wetterlage konnten die Arbeiten bereits am späten Nachmittag abgeschlossen werden.

Das Bild zeigt die Mühle von vorn. Es sind inzwischen alle vier Flügel montiert.

Die wichtigsten Bauteile des Mahlwerkes befinden sich bereits an ihrem Platz im Bauch der Mühle.

Das Bild zeigt Rüdiger Hagen, Dieter Rosin, Hella Seegers und Gerd Brenneke bei der Erledigung verschiedener Holzarbeiten in der Mühle.

Als nächstes wird die Montage der Jalousieklappen-Verstellung im hinteren Bereich der Mühle erfolgen. Eine Welle, die durch die hohle Hauptwelle führt, wird mit einem Zahnradmechanismus verbunden. Die Verstellung der Klappen wird dann mit einer Kette vom Boden aus möglich sein.

Parallel zu den Arbeiten an der Mühle läuft inzwischen der Müllerkurs. Dozent Rüdiger Hagen unterrichtet darin die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Mühlenkunde und gibt eine Einweisung in die Technik. Später sollen die Absolventinnen und Absolventen des Kurses unsere Mühle beherrschen können. Zur Bedienung gehört dann selbstverständlich auch das zeitnahe In-den-Wind-Drehen, um die Mühle bei stürmischem Wetter vor Beschädigungen zu schützen.

Möchten Sie sich auch beim Heimatverein einbringen? Dann wenden Sie sich gern an den Vorstandsvorsitzenden oder an die jeweiligen Arbeitskreise. Informationen erhalten Sie unter der Internet-Adresse info@heimatverein-wettmar-thoense-engensen.de

Wir freuen uns auf Sie!

 

Das Ziel

Die Bockwindmühle soll als technische Schauanlage wieder mahlen können.

Dazu ist zunächst ihre Umsetzung an einen nicht weit entfernten, windgünstigen Standort notwendig, denn der jetzige Standort lässt weder ein Drehen der Flügel noch das für den Betrieb und langfristigen Erhalt notwendige Vor-den-Wind-Drehen der Mühle zu.

Solche Umsetzungen von Bockmühlen waren früher sogar häufig und führten z.T. über weite Entfernungen. So kam die Bockmühle im Burgwedeler Stadtteil Fuhrberg um 1900 z. B. aus der Nähe von Delitzsch in Sachsen.

Die wesentlichen tragenden Teile der Mühle befinden sich nach Beurteilung von Experten in einem sehr guten Zustand, so dass bei der Restaurierung nahezu alle noch existente historische Substanz erhalten werden kann.

Für den Wiederaufbau der in vielen Teilen seit der Stilllegung fehlenden Inneneinrichtung wurde bereits mit der Bergung von Maschinenteilen aus anderen Mühlen begonnen.

Das Bild zeigt die Mühle im Querschnitt als eine Rekonstruktion des letzten Betriebszustandes.

Wie im letzten Betriebszustand soll die Mühle mit zwei Mahlgängen, zugehörigen Siebvorrichtungen, zwei Segel- und zwei Jalousieflügeln wieder aufgebaut werden.

Die Mühle soll als technisches Denkmal mit Vorführbetrieb und als Lernstandort für heutige und künftige Generationen dienen.

Text und Zeichnung: Rüdiger Hagen
Müllerei- und Mühlenbautechniker, 30900 Wedemark / Brelingen

Willkommen in den Dörfern Wettmar, Engensen und Thönse